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Hölkewiese in der Literatur
  • Ina Seidel hat bereits in den zwanziger Jahren unserem Dorf ein literarisches Denkmal gesetzt.
  • Dieter Hermann Schmitz, ein deutscher Hochschullehrer, der in Tampere in Finnland lebt, schrieb kürzlich eine Novelle mit dem Titel "Pommersches Blut", die ebenfalls in Hölkewiese spielt.

Ina Seidel

In Ina Seidels großem Roman „Das Wunschkind“[1] ist Hölkewiese das Heimatdorf ihrer Heldin:

„Cornelie hatte sich ihre und ihrer Kinder Zukunft nie anders vorstellen können als eingehegt von den Grenzen der väterlichen Feldmark in der Prignitz. Heimat, das war ihr der Gutshof von Hölkewiese, das breite niedere und behäbig angelegte Haus mit der Terrasse nach der Parkseite zu, auf der die Reihe von Oleanderkübeln stand; das war der Park selbst, dessen statuengeschmückte Pfade sich in der geheimnisvollen Dämmerung eine kleinen Haines verloren und der durch den schmalen, birkenbestandenen Rain von den Breiten der Äcker geschieden war.“

Nun gibt es in der Prignitz und der ganzen Mark Brandenburg, auch nirgendwo sonst als in Hinterpommern einen Ort dieses Namens. Wie ist die Dichterin auf Hölkewiese gekommen?

Ina Seidel, 1885 in Halle geboren, in Braunschweig und Marburg aufgewachsen, lebte in München, Berlin und Eberswalde und starb 1974 in Ebenhausen bei München. Am „Wunschkind“ arbeitete sie 12 Jahre lang. 1924, als der Roman endlich Gestalt anzunehmen begann, verbrachte sie einige Zeit auf einem pommerschen Gut, wo sie die Erzählung „Die Fürstin reitet“ schrieb[2]. Leider ist dem Verfasser nicht bekannt, wo sie sich in Pommern aufhielt, aber man kann wohl annehmen, daß sie bei dieser Gelegenheit auf den schlichten und schönen Namen Hölkewiese stieß.


Dieter Hermann Schmitz Ein Schnitter namens Tod

Sein "Pommersches Blut" erschien in der Anthologie

"Ein Schnitter namens Tod.
Mordgeschichten aus der Geschichte"

beim Grenzecho-Verlag in Eupen. 14 Autoren erzählen Krimis aus anderthalb Jahrtausenden.

"........ heute morgen (Sonnabend, Wochenende, Frühstück im Bett) haben wir uns abwechselnd Ihre Geschichte "Pommersches Blut" vorgelesen - zu meinem großen Vergnügen! Ich kenne Hölkewiese weder aus alter noch aus neuer Zeit und konnte mich daher an etwaigen historischen Unstimmigkeiten nicht stören, konnte mir alles sehr gut vorstellen. Ihre Charaktere, besonders den Dorfschulzen Wodke, fand ich sehr gelungen, ebenso den Aufbau Ihrer Geschichte: stimmig und spannend. Als versierte Leserin von Kriminalromanen kann ich Ihnen zu Ihrer Novelle nur gratulieren!"






[1] Seidel, Ina: „Das Wunschkind“, Deutsche Verlags Anstalt-Stuttgart, Lizenzausgabe Bertelsmann, S. 39
[2] Horst, Karl August: „Ina Seidel, Leben und Werk“, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1956, S. 39