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Datenbanken? Wozu?

Gemeinhin wird jede Sammlung von Daten als "Datenbank" bezeichnet. Im Bereich der elektronischen Datenverarbeitung aber hat sich in den letzten Jahrzehnten ein System herausgebildet, das es gestattet,

große Datenmengen effizient, widerspruchsfrei und dauerhaft zu speichern und benötigte Teilmengen in unterschiedlichen, bedarfsgerechten Darstellungsformen für Benutzer und Anwendungsprogramme bereitzustellen (Wikipedia).

Solche relationalen Datenbanken, bestehend aus mehreren, miteinander verknüpften Tabellen, werden auch in der Genealogie verwendet, um die Ergebnisse der Familienforschung darzustellen und anderen zugänglich zu machen. Eine Liste großer genealogischer Datenbanken findet man ebenfalls bei Wikipedia.

Oft wurden schon ganze Kirchenbücher abgeschrieben. Früher nannte man das "Verkarten", weil man die Daten auf Karteikarten übertrug. Heutzutage werden sie in Tabellenform auf dem PC gespeichert. Es liegt nahe, die ursprüngliche Form beizubehalten, besonders, wenn der Pastor selbst schon die Tabellenform verwendete, was in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebräuchlich wurde. Allerdings sollte man vermeiden, was damals üblich war, nämlich alle Daten eines Ereignisses in einer Tabellenzeile unterzubringen. Wenn darin die Namen des Vaters, der Mutter, des Kindes und der drei Paten - manchmal sind es noch mehr - sowie das Geburts- und Taufdatum und dann noch Ortsangaben stehen, wird es unübersichtlich. Ganz schlimm ist längerer Text in einer einzigen Zelle, etwa Vor- und Zuname eines Paten und sein Wohnort. Mit der Suchfunktion wird man zwar immer noch alles finden, aber schon das Sortieren ist nicht mehr möglich, geschweige denn, eine schnelle Auswahl zu treffen.

So etwas ist - wie schon erläutert - nur mit einer ordentlichen Datenbank möglich. Im Internet gibt es mittlerweile eine ganze Reihe, teilweise sehr großer, genealogischer Datenbanken:

Einen vollständigen Überblick findet man bei Wikipedia.

Speziell für Pommern gibt es kaum überregionale genealogische Datenbanken:

Die hier vorgestellete Datenbank besteht gegenwärtig aus drei Tabellen:

die mit der Tabelle verknüpft sind, die abgefragt und deren Ergebnisse und örtliche Verteilung graphisch in Form einer Landkarte dargestellt werden können. Während die Steuerregister um 1700 das historische Pommern einschließlich der Neumark relativ gut abdecken, beschränken sich die Militärlisten im wesentlichen auf die hinterpommerschen Kreise Bublitz, Schlawe, Stolp und Rummelsburg; in vielen anderen Kreisen wurden die Militärpflichtigen offenbar nicht öffentlich über die Kreiszeitungen aufgerufen. Nur für diese Gegenden können momentan die Wanderungsbewegungen des 19. Jahrhunderts dargestellt werden.

Granzow

1. Beispiel: Granzow

1717 bzw. 1732 gab es in den 4 Dörfern Dünnow, Horst, Mützenow und Starkow westlich von Stolp 10 Bauern, 1 Kossäten und 1 Arbeitsmann mit Namen "Grantzow". In Vorpommern kam der Name auch noch dreimal vor, aber das kann hier unberücksichtigt bleiben.

Im 19. Jahrhundert schrieb man "Granzow". Zwischen 1844 und 1908 wurden 26 im Stolper und 23 im Schlawer Kreisblatt als Militärpflichtige aufgerufen. Sie hatten sich also weit verbreitet.

(Dies war der Stand bei den Militärpflichtigen im Sommer 2012. Mittlerweile hat sich deren Anzahl vervielfacht; probieren Sie es aus!)
Kebschull


2. Beispiel: Kebschull

1717 gab es in Klein Nossin 2 Bauern, 1 Halbbauern und 2 Kossäten mit Namen Kebschul.

Zwischen 1886 und 1914 finden wir 14 Militärpflichtige mit Namen "Kebschul" oder "Kebschull" in verschiedenen Dörfern der Kreise Stolp, Schlawe und Rummelsburg.

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