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Kirchenbücher und Standesamtsregister in der Datenbank
Viele der erhalten gebliebenen Kirchenbücher und Standesamtsregister stehen mittlerweile als digitale Kopien - oft sogar online - dem Ahnenforscher zur Verfügung. Darin aber nach bestimmten Namen oder Ereignissen suchen, ist sehr mühselig und langwierig. In einem ersten Schritt bemüht man sich daher, diese Quellen zu "indexieren" oder "indizieren", d.h. es werden Inhaltsverzeichnisse angelegt, z.B. vom Pommerschen Greif.
Stand Bublitz
Stand der Bearbeitung KB Bublitz (2014 - überwiegend nur Nachnamen)
Hier wird nun eine Datenbank mit insgesamt über 200.000 Namen aus den Kirchenbüchern und/oder Standesamtsregistern von Bublitz und einigen Orten aus der Umgebung wie Porst, Groß Karzenburg, Falkenhagen, Sydow, Wurchow und Sparsee vorgestellt. Nur das Kirchenbuch von Porst, der erhaltene Teil des Standesamts-Registers von Groß Karzenburg und das Kirchenbuch von Sparsee sind vollständig abgeschrieben worden. Die Daten des letzteren basieren auf einer Abschrift, die der Amerikaner Fred Nicholson schon vor längerer Zeit erstellt und als Excel-Datei veröffentlicht hat. Sie sind besonders interessant, weil das Kirchenbuch bereits 1790 beginnt. Alle anderen sind mehr oder wenig unfertig. Oft konnten bisher nur die Nachnamen notiert werden.

Der Weg vom Originaleintrag des Pastors, Küsters oder Standesbeamten bis zu dieser Datenbank ist lang und fehleranfällig. Insbesondere Zweitschriften der Kirchenbücher, die bis 1875 für die preußische Bürokratie anfertigt werden mußten, werden nicht immer mit dem Original übereingestimmt haben. Beispielweise enthalten die Geburtseinträge im Kirchenbuch Wurchow bis 1840 keine Paten; vermutlich wurde diese Abschrift nicht zeitnah erstellt. 1840 war dem zuständigen Minister die Idee gekommen, für jedes selbständige Dorf oder Gut eine eigene Abschrift zu verlangen; daher gibt es im Kirchspiel Wurchow plötzlich 7 Bücher oder Listen mit eigener Numerierung. Zum Glück wurde das im nächsten Jahr wieder rückgängig gemacht. Andererseits fiel nach 1875 für die Pastoren der staatliche Zwang weg. Die Folge war, daß im Sterberegister machmal gar nicht mehr der Mädchenname einer Witwe notiert wurde. Auch häuften sich Fehler bei der Numerierung.

Die StA-Register unterscheiden sich in verschiedenen Punkten von den Kirchenbüchern. Statt der tabellarische Form benutzte man nun für jede Geburt und jeden Todesfall ein eigenes Blatt, für Heiraten sogar zwei Blätter. Taufpaten gab es nicht mehr; dafür aber Trauzeugen.

Bei der Verfilmung kam es nicht selten vor, daß Seiten zweimal oder überhaupt nicht photographiert wurden; dasselbe konnte auch bei der späteren Digitalisieung passieren. Ärgerlicher ist aber, daß die Filmlänge meist nicht mit der Seitenzahl des gebundenen Originals übereinstimmte, so daß die Fortsetzung auf einem anderen Film kam. Schließlich wurden die Digitalisate willkürlich auf drei verschiedene Adressen verteilt.

Die Datenbank ist so aufgebaut, daß alle Träger eines Familiennamens aufgelistet werden können. Genauso einfach lassen sich z.B. alle Müller, Windmüller, Müllergesellen mit der Eingabe %müller% finden. Sucht man alle Beteiligte z.B. einer Taufe, so nutzt man die "Kennung".

  • Unter "Kennung" werden das Jahr, die Art und die Nummer eine Vorganges aus dem Kirchenbuchs zu einer Variablen - z.B. 1855G21 - zusammengefaßt.
    • Die vierstellige Jahreszahl erklärt sich selbst.
    • Art kennzeichnet die Ereignisse Geburt G, Hochzeit H und Tod T. Manchmal unterschied man noch zwischen Gm und Gw, also Geburten männlich bzw. weiblich; in Bublitz kann ab 1850 zu Art noch ein "i" hinzutreten; es verweist auf "Irvingianer", eine evangelische Sekte. In den Kirchenbüchern von Falkenhagen und Sparsee gibt es auch Konfirmandenlisten K.
    • Die Numerierung beginnt zu Jahresbeginn mit 1 und ist fortlaufend; bei Geburten wird sie vom Taufdatum bestimmt. Aufgebote werden in den Kirchenbüchern in der Regel nicht numeriert; um sie jedoch unterscheidbar zu machen, werden negative Zahlen benutzt.
    • Die drei Kirchorte in der Parochie Falkenhagen haben im gemeinsamen Kirchenbuch eine eigene Numerierung. Zur Unterscheidung wird bei den Tochterkirchen der Kennung ein R für Reinfeld und H für Heinrichsdorf angefügt. Beispiel: 1855G21H. Es gibt auch die Kombinationen FR oder RH.
    • Im Kirchspiel Wurchow gibt es - wie erwähnt - bis zu 7 Listen; die wichtigsten - neben Wurchow ohne Zusatz - sind Sassenburg S und Grumsdorf G.

  • Das Alter wird in den Kirchenbüchern meist in der Form "Jahr, Monat, Tag" angeben. Diese drei Angaben wurden ebenfalls zusammengefaßt; beispielsweise bedeutet "1,,15", daß das Kind 1 Jahr und 15 Tage alt wurde. (Manchmal wurden auch "Wochen" angegeben; dann hat die Kurzform vier Stellen).

  • Das Feld Datum bezieht sich auf das jeweilige Ereignis, die Geburt, die Hochzeit oder den Tod.

  • Das Feld Taufe/Alter gibt das Taufdatum oder das Alter an.
Weitere Hilfen findet man bei der Suche.

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