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Die Lehrer-Dynastie Koglin

Bei der Untersuchung des Stolper-Globalindex fiel auf, daß dort Seminaristen und Lehrer mit dem Namen „Koglin“ ungewöhnlich häufig vorkommen. Es handelt sich im Wesentlichen um Mitglieder zweier Familien aus dem ehemaligen Kreis Bublitz, nämlich aus Drawehn und Porst, die nicht miteinander verwandt waren. In beiden Fällen waren die Väter der ersten Lehrer keine gewöhnlichen Bauern.

In Drawehn-Mühlenkamp

war dies Martin Friedrich Koglin, verheiratet seit dem 19.04.1846 mit Johanna Emilie Glashagen, im Hauptberuf Kalkbrenner, der die Vorkommen dieses wichtigen Rohstoffes am „Kalkbach“, wie der Oberlauf der Radüe heißt, ausbeutete. Von seinen vier bekannten Kindern wurden zwei Lehrer:

Albert Koglin, *1849, 1890 Lehrer in Alt Sanskow Kr. Belgard, 1893 in Kosemühl Kr. Stolp , verheiratet mit Karoline Strey, einer Bauerntochter aus Hohenborn.

Ernst Friedrich Koglin, *18.02.1858 in Drawehn, 1877 Seminarist in Dramburg, 1885-1889 Lehrer in Buchwalde Kr. Bütow, 1903 Hauptlehrer in Kolberg.

Unter den Nachkommen dieser beiden gab es wiederum Lehrer, nämlich von Albert Koglin

Fritz (Friedrich) Karl Koglin, *4.08.1873 +19.04.1927, zuletzt Mittelschulkonrektor in Kolberg.

Elisabeth Koglin, *03.03.1902. Lehrerin in Puppendorf-Steinau Kr. Rummelsburg und Loitz Kr. Grimmen.

und Ernst Friedrichs Söhne

ERICH Friedrich August Koglin , *26.08.1881 in Buchwalde Kr. Bütow, Lehrer in Glowitz Kr. Stolp und Pollnow, +02.09.1972 Lübeck. Er verfaßte mit anderen: Was eine ostpommersche Kleinstadt erzählt, "Sagen und Erzählungen aus dem Süden des Kreises Schlawe".

ALFRED Franz Johannes Koglin, *1885 in Buchwalde Kr. Bütow, geprüft in Bütow 1902, 1904, 1906, +28.05.1932.

In Porst

war der erste Lehrervater Heinrich HERMANN August Koglin, verheiratet seit dem 02.10.1846 mit Bertha Auguste Koglin, Halbbauer, aber auch Gemeindevorsteher, Schiedsmann und Inhaber weiterer öffentlicher Ämter. Von den bekannten 11 Kindern sollten drei Lehrer werden:

Franz Karl Wilhelm Koglin, *13.09.1883 Porst + 04.07.1915, 1914 auf dem Lehrerseminar Rummelsburg, gefallen in Galizien.

RICHARD August Theodor Koglin, * 22.04.1887 in Porst, Lehrer in Quetzin Kr. Kolberg-Körlin und Pottango Kr. Stolp, +26.06.1959 in Soltau.

Karl Johannes Gustav Koglin, *31.05.1899 Porst, war 1914 ebenfalls auf dem Lehrerseminar in Rummelsburg, hat den Beruf aber wohl nicht ausgeübt.

Zwischen diesen beiden Familien aus Drawehn und Porst gab zudem noch eine Verbindung, denn eine Schwester der Drawehner Lehrerbrüder ERICH Friedrich August und ALFRED Franz Johannes, Anna Hedwig Elisabeth Koglin, *09.01.1891 in Buchwalde Kr. Bütow, war seit 1913 mit dem Porster RICHARD August Theodor verheiratet. Aus dieser Ehe entsprossen zwei Töchter, die ebenfalls Lehrer wurden:

Christel Koglin *18.07.1919.

Edith Koglin *29.01.1922.

Ein weiterer Lehrer ist

BRUNO Erwin Alfred Koglin, * 13.07.1909 in Stettin, Lehrer in Stettin-Frauendorf, +15.03.1989 Ratzeburg, dessen Familie ursprünglich aus Grumsdorf und Sassenburg kommt und letztlich dem Porster Stamm zuzurechnen ist.

Schließlich gibt es noch zwei Fälle, die nicht eingeordnet werden konnten. Eine nach dem Kriege angelegte Lehrer-Karteikarte nennt einen Schulamtsbewerber

Bruno Koglin, *11.04.1904 ohne Ortsangabe, der 1935 in Reckow in der Neumark tätig gewesen sein soll. Dieser konnte keiner Familie zugeordnet werden.

Im Adreßbuch von Kolberg wird ein Lehrer i.R. – also wohl im Ruhestand - genannt:

August Koglin, 1930 wohnhaft Langenbeckstraße 4, 1936 im Lübecker Weg 39.

Literarisch hervorgetreten sind Erich mit einigen Veröffentlichungen in „Ostpommersche Heimat“ und Fritz mit einem Aufsatz zur Entwicklung der Kolberger Schulen.

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